Arbeitgeberattraktivität steigern: So geht's

Fachkräftemangel, der demographische Wandel und neue Ansprüche der jungen Generationen – Unternehmen haben es heute nicht leicht, qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen. Damit das dennoch gelingt, müssen Sie sich von der Konkurrenz abheben und ein positives Image aufbauen. Dazu gehört es, klare Unternehmenswerte zu definieren und nach außen zu kommunizieren.

Definition Arbeitgeberattraktivität

Um bei Absolventen und Fachkräften zu punkten und ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, müssen sich Unternehmen zunächst als attraktive Arbeitgeber positionieren. Der Fachbegriff „Arbeitgberattraktivität” beschreibt dabei die Ausstrahlung einer Firma auf potenzielle Arbeitnehmer. Sie ist heute ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Entscheidend dafür ist, welche Leistungen und Vorteile ein Unternehmen seinen Angestellten bietet. Zudem müssen Arbeitgeber diese Vorteile kommunizieren und sich ein positives Image erarbeiten.

Hier setzt Employer Branding an: Diese strategische Disziplin nutzt Instrumente aus dem klassischen Marketing, um eine Arbeitgebermarke aufzubauen. Das Ziel ist ein einprägsames Unternehmensprofil, das die besonderen Stärken und Alleinstellungsmerkmale betont. Wirksames Employer Branding richtet sich jedoch nicht nur an Außenstehende, sondern auch an die eigenen Mitarbeiter. Denn sie sind die wichtigsten Botschafter jedes erfolgreichen Unternehmens.

Maßnahmen, um die Arbeitgeberattraktivität zu steigern

Unternehmen haben heute zahlreiche Möglichkeiten, ihr Image zu verbessern und damit ihre Arbeitgeberattraktivität zu steigern. Entscheidend dafür ist, dass die Unternehmenswerte keine leeren Versprechen bleiben, sondern tatsächlich an den Wünschen der Mitarbeiter anknüpfen. Die wichtigsten Maßnahmen sind daher:

Moderne und flexible Arbeitsstrukturen

Statt eines hohen Gehaltsschecks bevorzugen viele Arbeitnehmer heute eine gute Work-Life-Balance. Auch Unternehmen haben diesen Trend erkannt und bieten daher Maßnahmen wie flexible Arbeitszeiten, Homeoffice oder Sabbaticals. Vor allem die Digitalisierung trägt hierbei zu einem Wandel im Arbeitsleben bei, denn sie macht Arbeiten von zu Hause oder an einem anderen Ort erst möglich.

Zufriedene und erholte Mitarbeiter sind zudem motivierter, leistungsfähiger und fallen seltener aus. Unternehmen treffen mit diesen Angeboten den Nerv vieler Arbeitnehmer und können so auf dem Bewerbermarkt punkten.

Weiterbildungen und Mitarbeiterförderung

Gerade jüngere Mitarbeiter wünschen sich von einem Arbeitgeber Perspektiven zur Weiterentwicklung. Indem Sie Stärken und Potenziale erkennen und fördern, können Sie die Motivation Ihrer Mitarbeiter erhöhen. Die Chance auf Fort- und Weiterbildung treibt viele Arbeitnehmer an und sollte unbedingt Bestandteil Ihrer Unternehmenskultur sein.

Als Arbeitgeber können Sie davon profitieren: Denn regelmäßige Weiterbildungen stellen sicher, dass Ihr Unternehmen wettbewerbsfähig und damit ein attraktiver Arbeitgeber bleibt.

Karriere- und Aufstiegschancen

Bevor Absolventen sich in einem Unternehmen bewerben, betrachten sie häufig Jilkdie Aufstiegsmöglichkeiten. Sie wollen sich schließlich die besten Optionen für ihre Zukunft sichern. Bieten Sie als Arbeitgeber die Chance, intern aufzusteigen und Karriere zu machen, wirkt dies auf die Bewerber anziehend.

Mit der Aussicht auf Karrierechancen steigern Sie außerdem die Produktivität und Motivation der Mitarbeiter. Darüber hinaus ziehen sie schon beim Bewerbungsprozess qualifizierte und ambitionierte Kandidaten an, die Ihr Team verstärken.

Attraktiver digitaler Auftritt

Alle Maßnahmen und Vorteile sind natürlich nutzlos, wenn sie niemand kennt. Daher müssen Sie Ihre Alleinstellungsmerkmale auch kommunizieren. Ein modernen digitaler Auftritt ist heute essentiell, um sich als zeitgemäßer Arbeitgeber zu vermarkten.

Im ersten Schritt landen Bewerber meist auf der Webseite und vor allem auf der Karriereseite eines Unternehmens. Um direkt beim ersten Eindruck zu überzeugen, sollten Sie hier klar machen, was Sie als Arbeitgeber auszeichnet. Reihen Sie nicht nur Stellenbeschreibungen und Unternehmensinformationen aneinander, sondern setzen Sie stattdessen auf Emotionen. Ansprechende Fotos und Video sind dafür unverzichtbar. Auch Mitarbeiterinterviews können dazu beitragen, Vorteile des Unternehmen wie Teamevents oder flexible Arbeitszeiten in den Fokus zu rücken. Auch auf den gängigen Jobportalen können Sie sich von anderen Unternehmen abheben, indem Sie Ihre Stellenbeschreibungen kreativ und ansprechend gestalten.

Die sozialen Medien sind heute ebenfalls nicht mehr aus dem Recruiting-Prozess wegzudenken. Was Social Media von anderen Kommunikationskanälen unterscheidet, ist, dass Sie hier direkt in einen offenen Dialog mit den Bewerbern treten und Beziehungen aufbauen können. Auf diese Weise wirken Sie authentisch und können Ihr Image als Arbeitgeber weiter ausbauen.

Betriebliche Gesundheitsförderung

Themen wie Nachhaltigkeit, gesunde Ernährung und Fitness sowie mentale Gesundheit nehmen bei jüngeren Generationen einen wichtigen Stellenwert ein. Fitness-, Mental Health- und Lifestyle-Influencer erfreuen sich zum Beispiel in den sozialen Medien großer Beliebtheit. Betriebliche Gesundheitsförderung spielt daher für die Arbeitgeberattraktivität zunehmend eine wichtige Rolle.
Klassiker wie Rückenkurse und Yoga, aber auch neue Methoden wie Resilienz- und Achtsamkeitstrainings – Betriebliche Gesundheitsförderung kennt viele Facetten und zählt zu den effizientesten Maßnahmen des Employer Brandings. Mitarbeiter fühlen sich durch eine Vielfalt an Gesundheitsangeboten wertgeschätzt. Die Zufriedenheit wirkt sich auch auf das Image des Arbeitgebers aus.
Wichtig zu wissen, ist jedoch: Betriebliche Gesundheitsförderung ist weit mehr als einzelne Benefits und Maßnahmen. Eine erfolgreiche Betriebliche Gesundheitsförderung zeichnet sich durch einen ganzheitlichen Ansatz aus. Dazu gehören neben Fitness- und Ernährungskursen auch Schulungen und Einweisungen rund um die individuellen Herausforderungen im Job.

Welchen Einfluss hat BGF auf eine Arbeitgebermarke?

Unternehmen, die eine Betriebliche Gesundheitsförderung anbieten, zeigen damit, dass ihnen das Wohlbefinden ihrer Angestellten am Herzen liegt. Arbeitnehmer fühlen sich dadurch wertgeschätzt und bauen eine emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber auf. Dadurch sind sie motivierter und bleiben dem Unternehmen länger treu.
Zufriedene Mitarbeiter sind gleichzeitig das beste Aushängeschild für jeden Arbeitgeber. Fühlen Sie sich an ihrem Arbeitsplatz wohl, tragen sie dies als Botschafter nach außen. Gleiches gilt auch für die BGF-Angebote: Vermutlich werden sie Freunden und Bekannten gerne von den gesundheitlichen Vorteilen im Betrieb berichten. Damit tragen sie erheblich dazu bei, Ihr Image als attraktiver Arbeitgeber nach außen hin zu stärken.

Zusammenfassung:

Längst ist es für Unternehmen keine Kinderspiel mehr, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Gut ausgebildete Fachkräfte können sich ihren Arbeitsplatz meist aussuchen und haben daher hohe Ansprüche. Mit Hilfe einer Employer-Branding-Strategie versuchen Unternehmen daher zunehmend, sich von der Konkurrenz abzuheben und ihre eigene Arbeitgeberattraktivität zu erhöhen. Vor allem Betriebliches Gesundheitsmanagement spielt dabei eine wichtige Rolle, denn Mitarbeiter werden immer gesundheitsbewusster.
Unternehmen sollten ihre Angebote rund um BGM auf ihrer Karriereseite und in den sozialen Medien bewerben, um Bewerber für sich zu begeistern. Zudem ist eine digitale Gesundheitsplattform ideal, um alle Angebote zu verwalten und zu kommunizieren.