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Azubis fordern und fördern - Wie Unternehmen Auszubildende erfolgreich im BGM einbinden

18.11.2021 | 4 Minute(n) Lesezeit

Heute noch Neulinge, in Kürze schon Profis auf ihrem Gebiet: Auszubildende gelten als Fach- und Führungskräfte von morgen und nehmen damit eine wichtige Position im Unternehmen ein. Durch ihr Engagement, ihre Ideen und ihre Motivation formen sie die Arbeits- und Unternehmenskultur. Betriebe, die ihre Azubis fördern, investieren somit langfristig in ihren Unternehmenserfolg.

Doch talentierte und zuverlässige Auszubildende zu finden, ist gar nicht so leicht. Allein im Jahr 2020 blieben 59.900 Ausbildungsstellen in Deutschland unbesetzt. Diese Zahl geht aus dem Berufsbildungsbericht 2021 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hervor. Umso wichtiger ist es für Unternehmen, sich als attraktive Arbeitgeber zu positionieren und engagierte Auszubildende langfristig zu binden. BGM ist dabei ein wichtiger Faktor.

Gesundheit frühzeitig fördern: Mit gezielten BGM-Maßnahmen Azubis binden

Personalmangel, Termindruck, neue Aufgaben oder ein Umzug in eine unbekannte Stadt – Auszubildende kämpfen oftmals darum, allen Anforderungen im Arbeitsalltag und in der Berufsschule gerecht zu werden. Erschöpfung, Überforderung aber auch körperliche Beschwerden sind daher keine Seltenheit. 58,8 Prozent der Auszubildenden gaben 2019 in einer Befragung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) an, bereits unter gesundheitlichen Problemen zu leiden.

Unternehmen können ihre Auszubildenden in dieser Situation unterstützen und mit gezielten BGM-Angeboten auf das Arbeitsleben vorbereiten. In Schulungen zeigen sie ihren jungen Mitarbeitern beispielsweise, wie diese sich ausgewogen ernähren, wie ergonomische Arbeitsabläufe aussehen und wie sie mit stressigen Situationen umgehen. Solche BGM-Maßnahmen erhöhen nicht nur die Fitness und die Belastbarkeit der Auszubildenden, sondern tragen auch dazu bei, die Arbeits- und Leistungsfähigkeit langfristig zu erhalten.

Gleichzeitig zeigen Unternehmen mit BGM-Angeboten, dass ihnen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter am Herzen liegt. Wertschätzung und Work-Life-Balance spielen gerade für junge Arbeitnehmer eine wichtige Rolle. BGM-Maßnahmen steigern somit auch die Motivation bei den Auszubildenden und stärken die Bindung ans Unternehmen.

Personalisiert und zeitgemäß: BGM-Maßnahmen für Auszubildende

Eine junge Zielgruppe zu begeistern, ist nicht einfach. Die Mehrzahl der Auszubildenden fühlt sich fit. Ernsthafte gesundheitliche Beschwerden scheinen im jungen Alter meist in weiter Ferne. Um die Azubis langfristig für Präventionsangebote zu motivieren, müssen Unternehmen ihre Maßnahmen explizit auf die individuellen Bedürfnisse und Interessen der jungen Zielgruppe abstimmen.

Als „Digital Natives“ gehört für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen beispielsweise der Umgang mit Laptop, Smartphone und den digitalen Medien dazu. Sie sind es gewohnt, immer und überall auf Inhalte zuzugreifen. Angebote rund um Prävention und Gesundheit müssen zudem kurzweilig, interaktiv und modern aufbereitet sein, um langfristig das Interesse zu wecken.


Eine digitale Gesundheitsplattform – beispielsweise die Topfit.App – macht hierbei den Unterschied. Ob in der Bahn oder zu Hause, die Auszubildenden können die Inhalte flexibel und zu jeder Zeit nutzen. Unterhaltsamer und multimedialer Gesundheitscontent sorgt dafür, dass Prävention Spaß macht. Texte, Videos und Workshops sind zudem explizit auf die Bedürfnisse der Jugendlichen zugeschnitten und sorgen dafür, dass sich die Tipps optimal in den Köpfen der jungen Arbeitnehmer einprägen.

Doch auch die persönliche Seite sollte im BGM niemals zu kurz kommen: Teamevents und Mentoren-Programme tragen dazu bei, dass die Auszubildenden sich im Betrieb einleben und den Präventionsgedanken verinnerlichen.

Junge Gesundheitsbotschafter: Wie Azubis das BGM vorantreiben

Gleichzeitig können aber auch Unternehmen von den Auszubildenden profitieren. Gerade wegen ihres jungen Alters übernehmen sie eine wichtige Schlüsselrolle im BGM. Sie können beispielsweise als Multiplikatoren wirken und sich auf diese Weise selbst einbringen.

Aus diesen Gründen sollten Unternehmen im BGM unbedingt auf die Stärken der Azubis setzen:

 

  1. Wissbegierig und den Kopf voller frischer Ideen: Azubis sind motiviert, unvoreingenommen und lernen schnell dazu. Sie begeistern sich für Digitales und sind meist formbar. Unternehmen können sie daher optimal schulen und auf die Anforderungen in der zukünftigen Arbeitswelt vorbereiten.
  2. Die heutigen Azubis sind die Führungskräfte von morgen. Indem Unternehmen ihnen Kompetenzen rund um Gesundheit und Prävention mit auf den Weg geben, können sie das Gesundheitsbewusstsein im Unternehmen auch zukünftig stärken.
  3. Häufig setzen Gesundheitsmaßnahmen in Unternehmen zu spät an. Prävention sollte jedoch möglichst früh beginnen, damit gesundheitliche Beschwerden erst gar keine Chance haben. Daher sind Unternehmen mit ihren BGM-Maßnahmen bei den Auszubildenden an der richtigen Adresse.
  4. Ein bewusster und gesunder Lebensstil liegt derzeit im Trend. Unter jungen Menschen ist es weit verbreitet, sich ausgewogen zu ernähren und auf die eigene Gesundheit zu achten. Fitness-Influencer oder Gesundheits-App profitieren von einer großen Reichweite. Dank ihrer Affinität zu diesen Themen können die Jugendlichen auch ihre Kollegen für eine ausgewogene Ernährung, Bewegung und mentale Gesundheit begeistern.

Fazit

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es schwer, motivierte und talentierte Auszubildende zu finden. Die eigenen Azubis zu fördern und ans Unternehmen zu binden, ist daher eine wichtige Aufgabe. Durch gezielte Präventionsangebote vermitteln Arbeitgeber ihren Auszubildenden gleich zu Beginn eine wichtige Botschaft: „Eure Gesundheit liegt uns am Herzen.“

Noch effektiver sind BGM-Maßnahmen, wenn Azubis selbst mitwirken können. Ob sie als Botschafter fungieren, eigene Kurse halten oder einen Gesundheitstag im Unternehmen organisieren – indem Auszubildende sich ausprobieren und einbringen, prägen sich die erlernten Inhalte noch besser in ihren Köpfen ein. Zudem fühlen sich die Azubis auf diese Weise als Teil des Teams und können aktiv die Kultur im Unternehmen mitgestalten.


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